Der Kultursalon in Bogenhausen

Salonkultur – Klasse – und Freigeist

Die Idee der privat von sogenannten „Salonieren“ geführten kulturellen Veranstaltungen kann streng genommen als eine der Wurzeln der Emanzipationsbewegung im frühen 18. und vor allem im 19. Jahrhundert begriffen werden. Es bot vor allem den Damen der besseren Gesellschaft die Möglichkeit, sich frei von gesellschaftlichen Normen geistig anspruchsvoll zu unterhalten und dafür sogar noch den Ruhm als Förderer der Kultur zu ernten.

Die gute Adresse

In Schwabing, in der Maxvorstadt und auch in Bogenhausen fanden um die Jahrhundertwende  zahlreiche bereits etablierte Künstler eine vornehme Adresse um ihre Werke vorzustellen. Stadtbekannt waren damals die Empfänge im Hause Ganghofer mit Ludwig Thoma, Gerhard Hauptmann, Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmannsthal, Ricarda Huch. Es galt als chic, in  sogenannten Gesellschaftszimmern die Türen für Musiker und Literaten zu öffnen.

Die Hengstmanns

Als mein Onkel Dieter Lutz meinen Vater 1969 von Konstanz nach München zum Artemis&Winkler Verlag holte, galten Wohnungen wie unsere als alt und langweilig. Man wohnte lieber im neuen Englschalking, sodass meine Eltern sich glücklich schätzen durften, die Wohnung im Haus mieten zu dürfen. Gott sei Dank sind alle energischen Bemühungen, den Sohn nebst Frau aus der selbständig originalgetreu renovierten Wohnung zu vertreiben, vorerst gescheitert. Unser Bestreben ist es, die Abende, die meine Familie mit Buchhändlern, Schriftstellern, Musikern, Köchen, Winzern seit den 1970er Jahren hier leuchten ließen, mit Ihnen weiter zu führen.

 

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